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Erschienen in LinuxUser 07/2000

Liebe Leserinnen und Leser.

Großes Echo

Eine Menge Lob und Kritik haben wir schon kurz nach Erscheinen unserer Erstausgabe erhalten -- vielen Dank allen Lesern, die sich die Mühe gemacht haben, uns zu schreiben! Einige Punkte möchte ich an dieser Stelle aufgreifen.

Kritik haben wir für die Entscheidung erhalten, auf die Heft-CD regelmäßig eine aktuelle Linux-Distribution aufzuspielen -- "yet another distribution" bräuchte doch niemand. Dazu möchte ich Ihnen sagen, dass wir eben nicht nur jeweils eine Distribution auf die CDs packen. Das wäre sehr einfach, da wir dazu lediglich die jeweils erste CD einer der großen Distributionen vervielfachen müssten. Tatsächlich geht es bei der Heft-CD darum, Ihnen eine sinnvolle Ergänzung der redaktionellen Beiträge zu bieten: So finden Sie, soweit es die Lizenzen der Programme zulassen, die meisten der in der Ausgabe beschriebenen Tools direkt auf der CD und können diese ohne Download sofort ausprobieren. Mit diesen Dateien sind dann etwa 50 MB der CD gefüllt -- um den restlichen Platz nicht sinnlos zu verschenken, gibt es als Extra noch eine aktuelle Distribution: für alle, die noch kein Linux auf ihrem Rechner haben oder ihre Installation per Update auf den neuesten Stand bringen wollen. Kleines Beispiel: Calderas eDesktop von dieser CD wollten wir ursprünglich schon in der Erstausgabe bringen -- dann wäre aber nicht mehr genug Platz für die zu den Artikeln gehörenden Daten gewesen (u. a. StarOffice für den StarOffice-Workshop, der im letzten Heft begonnen hat). So haben wir uns dann für eine andere Distribution entschieden, die weniger Speicherbedarf hatte.

"Bitte nicht nur über KDE schreiben." Unsere Rubrik Korner stammt noch aus der Zeit, als GNOME erst in den Startlöchern stand und sich schon eine große KDE-Fangemeinde gebildet hatte. Eine eigenständige GNOME-Rubrik steht in den Startlöchern; so bringen wir in der nächsten Ausgabe einen ausführlichen Test der neuen GNOME-Version 1.2. Auch für Anwender, die keines der beiden "großen" Desktop-Systeme verwenden wollen, bieten wir mit der deskTOPia regelmäßig Infos zu Desktop-Alternativen. Ganz kommen wir an KDE's Vorherrschaft auf dem Desktop aber auch nicht vorbei -- KDE ist eben länger auf dem Markt als GNOME und genießt entsprechend eine weitere Verbreitung.

Bei der Produktion der Erstausgabe sind einige fehlerhafte Hefte entstanden: dort fehlten Seiten oder die Heft-CD. Ganz herzlichen Dank an alle, die dafür Verständnis hatten -- natürlich haben wir allen, die sich daraufhin bei uns gemeldet haben, ein Ersatzheft oder die fehlende CD zugeschickt. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Fehler nicht wiederholen wird.

Interne

Titelthema dieser Ausgabe ist das Internet. Was wir Ihnen hierzu alles an Informationen zusammengetragen haben, finden Sie in der Einleitung auf Seite 8. Dass diesmal ISDN kein Thema ist, braucht Sie nicht beunruhigen: es ist das Titelthema des nächsten Heftes.

Und die Leserinnen?

Beim Durchsehen der Korrekturausdrucke für diese Ausgabe ist mir ein Phänomen aufgefallen, zu dem ich gerne Ihre Meinung wüsste: Im größten Teil der Texte ist häufig von dem Anwender zu lesen, der bestimmte Dinge tun kann, wie etwa ein Programm installieren etc. Auch der Systemadministrator wird gelegentlich erwähnt.

Sicher haben Sie es bemerkt: Die Anrede ist hier immer männlich. Das Problem ist ein bekanntes: die meisten Anwender sind männlich, und die Leserumfrage des Linux-Magazins ergab auch einen sehr niedrigen Prozentsatz an Leserinnen.

Wie lösen wir das Problem? Die billige Lösung ist, an irgendeiner Stelle die Floskel "Mit der männlichen Form sind grundsätzlich auch Frauen mit-gemeint" unterzubringen -- unschön. An jeder Stelle "die Systemadministratorin / der Systemadministrator" zu schreiben, stört den Lesefluss; genauso wie das an den Unis übliche "AnwenderInnen" mit großem "I" (bei Verzicht auf die männliche Form).

Bitte schreiben Sie uns, wie Sie diese Sache sehen. Fühlen Sie sich durch die ständige Verwendung männlicher Formen ausgegrenzt? Wie würden Sie das ändern?

Hans-Georg Eßer
Chefredakteur
hgesser@linux-user.de

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