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Erschienen in LinuxUser 07/2000

Born to surf: Die perfekte Internet-Plattform

Nur Linux, bitte.

von Hans-Georg Eßer


Wer die aufwendig gestalteten Werbespots von Firmen wie AOL und T-Online im Fernsehen sieht, der könnte meinen, das Internet wäre eine Erfindung dieser Unternehmen und würde sich in erster Linie an Anwender der Microsoft-Betriebssysteme wenden. Doch weit gefehlt.

Linux gehört zur Familie der Unix-Betriebssysteme -- alle Unix-Varianten haben einige grundlegende Eigenschaften wie etwa Multi-User- und Multi-Tasking-Betrieb, verwenden prinzipiell die gleiche grafische Oberfläche (das X Window System) und sind optimal für Vernetzung und Kommunikation ausgerüstet. Letzterer Punkt schließt eine Vielfalt von Client-Server-Systemen ein, wie sie auch beim Surfen im Internet oder Download einer Datei per FTP zum Einsatz kommen.

Als das Internet als -- rein für militärische Zwecke konzipiertes -- Arpanet seine Anfänge nahm, war Windows noch lange nicht in Sicht (und zugegebenerweise auch Unix nicht); das erste Unix überhaupt (dessen Entwicklung bereits 1969 begann) war jedoch schon auf Vernetzung und Mehrbenutzer-Betrieb angelegt.

Schaut man sich an, auf welchen Technologien das Internet basiert, dann sieht man schnell, dass Linux hier heimisch ist: TCP/IP-Unterstützung ist elementarer Bestandteil des Linux-Kernels, und eine bestehende Netzwerk-Konfiguration kann unter Linux im laufenden Betrieb problemlos geändert werden, ohne dass ein Reboot nötig wäre.

Die meist verbreitete Web-Server-Software ist Apache -- ein Programm, dass für Unix-Systeme entwickelt wurde. Zwar gibt es auch eine Apache-Portierung für Windows 95/98, aber wie viele Leute lassen denn Ihren WWW-Server unter Windows 9x laufen?

"Die Zugangskonfiguration unter Linux ist zu unverständlich und schwer", lautet ein altes Vorurteil. Tatsache ist, dass Sie mit einer aktuellen ISDN-Karte bzw. einem Modem in weniger als fünf Minuten online sind -- die dafür nötige Software ist in aller Regel schon vorinstalliert (wer sie noch nicht hat, findet sie auf der Heft-CD). Und dann können Sie mit der ganzen Vielfalt der Unix-/Linux-Tools ins Internet einsteigen.

Titel-Thema Interne

Worum geht es in dieser Ausgabe?

Und das Beste: die meisten vorgestellten Programme finden Sie natürlich gleich auf der Heft-CD, so dass es auch direkt losgehen kann.

Und ISDN?

Ah, Sie haben gar kein Modem? Auch nicht schlimm, denn in der nächsten Ausgabe (LinuxUser 08/2000) ist ISDN das Titelthema; vielleicht heben Sie diese Nummer bis dahin auf ;-)

Und nun gute Reise ins Netz!

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