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out of the boxVollautomatischvon Christian Perle |
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Die eigene CD-Sammlung nach und nach ins bequeme MP3-Format zu bringen, ist eine aufwändige Sache: die CD in WAV-Dateien auslesen, die Dateien zu MP3 encodieren und schließlich noch entsprechend umbenennen. Zum Glück gibt es CDDB, die "CD Database". Dort sind zu unzähligen CDs Titelinformationen gespeichert. Was liegt also näher, als die Sache zu automatisieren?
Die für die Lauffähigkeit von tear nötigen Komponenten lassen sich entweder aus den im Paket enthaltenen Quelltexten kompilieren oder als Pakete für die jeweilige Distribution einspielen. Ob cdparanoia und lame bereits installiert sind, können Sie mit den Kommandos which cdparanoia und which lame herausfinden. Liefert eins dieser Kommandos nichts zurück, so ist das betreffende Programm nicht im Suchpfad vorhanden, findet auch der locate-Befehl keine Datei dieses Namens, war die Suche mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den restlichen Verzeichnissen vergebens.
Wenn das der Fall ist, übersetzen und installieren die folgenden Arbeitsschritte cdparanoia, lame und CDDB_get:
tar xzf tear-0.2.tar.gz cd tear-0.2/misc/cdparanoia ./configure && make su (root-Passwort eingeben) make install ; exit cd ../lame make && strip lame su (root-Passwort eingeben) cp lame /usr/local/bin ; exit cd ../CDDB_get perl Makefile.PL make su (root-Passwort eingeben) make installSchließlich wird das eigentliche Perlskript tear ins Verzeichnis /usr/local/bin kopiert:
cd .. cp tear /usr/local/bin ; exit
Nach der Installationsarbeit ist es nun Zeit, das neue Programm zu testen. Legen Sie eine Audio-CD ins Laufwerk, starten Sie einen Terminalemulator (xterm, rxvt, Eterm...), und geben Sie dort ein:
tear N b 128tear wird die komplette CD mittels cdparanoia einlesen (Abbildung 1). Während des letzten Tracks sollte man dafür sorgen, dass der Rechner Verbindung zum Internet hat, da direkt danach die CD-Datenbank abgefragt wird. Die Option N bewirkt, dass der Vorgang gesprächig abläuft, während b 128 die zu verwendende Bitrate durch lame vorgibt. Die erzeugten MP3-Dateien werden übrigens auch mit korrekten ID3-Tags versehen. Mit tear h bekommt man eine Übersicht aller Optionen.
Nach getaner Arbeit hat tear ein Verzeichnis mp3 mit weiteren Unterverzeichnissen angelegt. Dort befinden sich jetzt unsere MP3-Songs (Abbildung 2).
Nicht immer hat man genug Plattenplatz, ein komplettes Album im WAV-Format unterzubringen, um es dann ins platzsparende MP3-Format zu wandeln. Dafür kennt tear die Option B (steht für "no batch", keine Stapelverarbeitung). Die Aufrufsyntax -- diesmal ohne gesprächige Ausgaben, dafür aber mit höherer Bitrate -- lautet so:
tear B b 160In dieser Betriebsart wird sofort nach dem Auslesen eines Tracks eine MP3-Datei erzeugt und die WAV-Datei gelöscht, bevor es mit dem nächsten Track weiter geht.
Wenn dann Ihre Festplatte gut mit MP3-Dateien gefüllt ist, werden Sie mir sicher Recht geben: Für die Einen ist es ein Rechner, für die Anderen der größte CD-Wechsler der Welt. (pju)
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Last modified: 2008-04-22 13:57
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