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Erschienen in LinuxUser 09/2002   »   Ausgabe bestellen

Leserbriefe

Zaurus, 08/2002

Ich freue mich, dass mein derzeitiges Lieblingsspielzeug bei Euch Beachtung findet, und freue mich schon auf den Artikel über Zaurus-Software im nächsten Heft.

Im Artikel "Sharp Zaurus im Netz" werden der für USB-Ethernet notwendige Kernel-Patch und das PPP-USB-HOWTO erwähnt. Ich habe die englischsprachige Anleitung ins Deutsche übersetzt und auf http://www.linuxde.org/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=2 veröffentlicht. Neue Erfahrungen von mir oder anderen Zaurus-Anwendern fließen darin kontinuierlich ein. Auf der Web-Seite finden sich auch noch weitere Artikel und FAQ zum Zaurus.

Zaurus-Anwender im WLAN sollten sich über die gravierenden Sicherheitsprobleme im Klaren sein, die der frei zugängliche FTP-Zugang auf Port 4242 macht. Details enthält die Meldung auf http://www.linuxde.org/modules.php?name=News&file=article&sid=1656.

Sharp Zaurus: Linux mobil - bei Arbeit, Sport und Spiel. :-)

Jochen Lillich, per E-Mail

Futter für den DVD-Player, 08/2002

Schön, dass man auch solche Arktikel findet. Leider habt ihr nicht erwähnt, dass es zu den mjpeg-tools eine deutsche Dokumentation gibt. Die findet man hier: https://sourceforge.net/docman/index.php?group_id=5776 oder gleich die Version 1.6.0: https://sourceforge.net/docman/display_doc.php?docid=11306&group_id=5776.

Mit den mjpeg-tools kann man auch von bttv-basierten Karten aufnehmen. Dann wäre auch das grafische Tool LVS (Linux Video Studio, http://ronald.bitfreak.net/) verwendbar.

Hier sind noch einige Berichtigungen und Ergänzungen zu den Beispielen: Bei der Tabelle "Video-CD-Formate" wäre noch anzumerken: Audio Bitrate: 32-384 kBit/s (auch Mehrkanal-Sound erlaubt). Es ist schlecht, bei SVCD die Video Bitrate anzugeben. Besser wäre es, wenn man angibt, dass Audio und Video zusammen 2.788.800 Bit/s nicht überschreiten dürfen.

Beim VCD Beispiel:

 cat cap.yuv | yuvscaler -O VCD | mpeg2enc  -f 1 -I 0 -S 800 -B 224 -N -s -o cap.m1v
 

Wenn man mit -f 1 (VCD) kodiert, wird die -I Option ignoriert, da sie nur bei Interlaced-Videos wirksam ist, VCD ist aber nicht interlaced! Der Schalter -s ist genauso wirkungslos.

Die Beschreibung des Schalters -N ist falsch. Die Auflösung bleibt gleich. Die Schärfe des Bildes ist etwas besser, da mehr hochfrequente Bildanteile berücksichtigt werden.

Zur Option -s: Die Sequenzen-Header sind in der VCD/SVCD-Norm zwingend vorgeschrieben und werden auch von mpeg2enc bei Verwendung der Option -f 1 automatisch generiert.

Zum Mplex-Beispiel:

 mplex -v 1 -f 1 -S800 cap.mp2 cap.m1v -o cap%d.mpg
 
Die Option -S zu verwenden, wenn man sie schon beim Video-Encoden verwendet hat, ist nicht optimal. Besser ist es, sie wegzulassen. Denn mplex erkennt automatisch, dass es ein neues File erzeugen soll, wenn man beim Encoden mit der Option -S gearbeitet hat und im Dateinamen %d angibt.

Zum SVCD-Beispiel:

 cat cap.yuv | mpeg2enc  -f 4  -q 12 -I 0 -g 6 -G 18 -V 230 -S 800 -B 224 -N -s -o cap.m2v
 
In der Tabelle wird erklärt: SVCD-Standardeinstellungen, abweichende Parameter werden ignoriert. Abweichende Parameter, die beim Beispiel verwendet wurden und somit ignoriert werden: -g, -G, -s

Die gültigen Werte für -g und -G sind auch in der SVCD-Norm von Philips definiert. Deshalb wird -g 6 -G 18 ignoriert und stattdessen -g 9 und -G 15 verwendet, das sieht man bei der Ausgabe von mpeg2enc.

Bei SVCD (i. A. Interlaced-Sourcen) ist es sehr schlecht, wenn man -I 0 verwendet: Dadurch verliert man beim Kodieren eine Menge an Details. Interlaced-Material sollte man interlaced kodieren (-I 1) - dadurch verliert man wesentlich weniger Details. Wenn man es unbedingt deinterlacen will, sollte man yuvdenoise mit der Option -F verwenden.

Das Beispiel (-I 0 = Frameweise) zu kodieren, funktioniert nur bei Filmen gut, die von einer Filmkamera mit 24 fps aufgenommen wurden. Wenn man z. B. Nachrichten aufnimmt und die kodiert, erhält man schlechtere Qualität.

Zum Mplex-Beispiel:

 mplex -v 1 -f 4 -b 230 -S800 -V -o cap%d.mpg cap.m2v cap.mp2
 
Die Option -S ist wieder nicht notwendig. Die Option -V wird bei SVCD (-f 4) automatisch berücksichtigt.

Erwähnenswert wäre noch yuvdenoise, mit dem man bei schlechter Aufnahmequalität das Bild verbessern kann. Bei den alternativen Aufnahmemethoden könnte man noch lavrec erwähnen, das Teil der mjpeg-tools ist.

 lavrec -f a -i p -g 352x288 -q 80 -s -l 70 -R l --software-encoding test.avi
 
Video kodieren würde dann so aussehen:
 lav2yuv stream.avi | yuvscaler -O SVCD | mpeg2enc -f 4 -q 7 -I 1 -V 200 -o video.m2v
 

Bernhard Praschinger, per E-Mail

Neuigkeiten vom Esel, 08/2002

Sie schreiben, es sei nicht möglich, den edonkey-kioslave unter KDE 3 zu betreiben. Meiner Erfahrung nach (KDE 3.0.2, donkey_1658-gaps-3, ed2k_kde2_kioslave) ist es durchaus möglich, es müssen nur die Dateien kio_ed2kslave.la und kio_ed2kslave.so, die nach $KDEDIR/lib/kde2 installiert werden, nach $KDEDIR/lib/kde3 verschoben werden, und der kioslave funktioniert tadellos.

Ansonsten aber Glückwunsch zu Ihrer wirklich gelungenen Zeitschrift

Jens Beier, per E-Mail

SuSE 8.0 Test, 08/2002

Im ansonsten gelungenen Artikel erwähnen Sie nur in einem Satz, dass SuSE YaST 1 abgeschafft hat. Das ist zu wenig. Denn besonders zwei Dinge zeichneten SuSE bisher vor den anderen Distributionen aus: 1) Die deutsche Dokumentation und 2) YaST 1 und die relative Konstanz von YaST 1. YaST 2 ist von der Bedienbarkeit schlechter als YaST 1 und dann auch noch völlig anders. Mit einem Schlag entwertet SuSE das Wissen um YaST 1. Dieses Wissen ist zwar nicht besonders wichtig, aber es ist schlicht lästig, sich immer wieder mit anderen Installations-Tools herum zu ärgern! Anstatt mal eine saubere und stabile Distribution zustande zu bringen, wird immer wieder geändert.

Beispiele: SuSE 6.1: LILO läuft nur einmal, SuSE 6.4: YaST 2 die absolute Katastrophe (ansonsten noch die beste SuSE-Version), SuSE 7.1: bei der Installation der Soundkarte wird modules.conf zu modules.conf~ umbenannt (wie soll das ein Anfänger bemerken?), SuSE 7.3: Fernsehkarte läuft nicht, weil Device falsche Rechte hat. Alles simple Fehler, aber lästig und für Anfänger unbehebbar. Anstatt YaST 1 so zu ändern, dass es auch Änderungen der Konfigurationsdateien per Hand mitbekommt, wird es einfach abgeschafft! Ich hab mir jetzt Debian 3 bestellt - mal sehen, was kommt. SuSE 8.1 werd ich mir wahrscheinlch nochmal ansehen, ob nicht vielleicht doch wieder YaST 1 drin ist.

Friedhelm Papenburg, per E-Mail

LinuxUser: Es war der Test der Personal Edition, die speziell für Einsteiger und Heimanwender gedacht ist. Nach unserer Erfahrung kennen die meisten Einsteiger den YaST 1 nicht mehr und fühlen sich schon unwohl, wenn sie überhaupt ein Textfenster öffnen müssen. Dementsprechend wenig Platz habe ich dem Ableben von YaST 1 eingeräumt.

YaST 1 wird nicht weiter gepflegt. SuSE möchte - und das ist prinzipiell zu begrüßen - eine Vereinheitlichung der Module erreichen. Warum zwei Netzwerk-Konfigurations-Module betreuen, updaten und testen, wenn es mit einem Modul und zwei Frontends einheitlich geht? Allerdings erhoffe ich mir, dass SuSE die Bedienung im Textmodus grundlegend überarbeitet. (mdö)

Frei sein! ;-)

Ich lese seit einem halben Jahr regelmäßig den LinuxUser, und mir fällt immer wieder bei den Leserbriefen auf, dass die meisten User, die den Versuch gestartet haben, sich mit Linux zu beschäftigen, zu viele Parallelen zu Microsoft und Windows suchen.

Ich nenne hier mal den Leserbrief von Walter Haberl in der Ausgabe 08/2002. Er beschwert sich über die so vielen vermissten Dinge unter Linux, die er bei seinem so geschätzen Windows 2000 finden würde. Mensch! Wir reden hier über ein Betriebssystem/Software-Produkt, an dem viele Programmierer (-innen) in ihrer Freizeit arbeiten. Und das kostenlos. Sie sind darauf angewiesen, dass User wie Du und ich ihnen sagen, wo es noch hakt.

Ich selbst nutze seit ca. einem Jahr intensiv Linux. Vorher habe ich viele andere Systeme ausprobiert; auch Windows; eines ist aber sehr wichtig, man muss jedes Betriebssystem mit einem neuen Blickwinkel betrachten. Wenn ich unter Linux ein neues Programm nutzen möchte (z. B. einen Vorschlag aus Eurem LinuxUser), dann informiere ich mich über den Stand der Software im Internet und installiere es dann auf einem "Teste mich"-Rechner. Sollten Probleme mit der Software entstehen, informiere ich den/die Progammierer(-in). Entweder mit einem Fehlerbericht oder mit einem Vorschlag zur Lösung. Of course, es gibt für MS Windows so viele Software-Lösungen, die ich im ersten Moment für Linux nicht auf Anhieb finde, aber es ist ein Unterschied, ob ich "das Spiel liebe" (nette Werbung von IBM) oder ein Produkt auf den Markt bringe, um damit viele Leute von Ihrer Suche und dem Geld erleichtere. Wenn ich auf der Suche nach (Software-) Lösungen bin, habe ich die besten Erfahrungen mit Foren und Suchmaschinen gemacht.

Die Hilfestellung für Umsteiger in Eurem Heft finde ich eine tolle Sache. Das erleichert vielen die Suche und gibt Windows-Nutzern einen ersten Einblick. Außerdem teilt ihr auch mit, wo es noch Probleme gibt.

Michael Jamers, per E-Mail

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