![]() |
|
||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||
|
||
|
TFT Monitor bei
Mercateo kaufen.
Neues Netbook? Ein Preisvergleich lohnt sich. Bei uns finden sie Notebooks, PDAs und Drucker mit Testberichten und Tipps. Diamant Buchhaltungssoftware – transparent und detailliert auch für die Konzernbuchhaltung. Günstige Shareware Programme als direkte Downloads im Software Portal. Bis zu 70% sparen durch Preisvergleich. |
||
|
Sylpheed - schnell und extrem konfigurierbarMehr Mail braucht kein Menschvon Thomas Zell |
|
Mail-Programme gibt es wie Sand am Meer. Eine Suche bei Freshmeat [1] bringt unzählige Ergebnisse. Neben den Schwergewichten Kmail [2] oder Evolution [3] gibt es ein Programm mit grafischer Oberfläche, das alles kann, was Ottonormalnutzer braucht. Es heißt Sylpheed.
Sylpheed ist ein E-Mail-Programm und News Reader, der auf GTK+ basiert und hauptsächlich auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Das Aussehen ähnelt dem der meisten Mail-Programme, so dass Sie sich schnell zurecht finden dürften. Unterstützt wird unter anderem:
Als Erstes müssen Sie sich das Programm besorgen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Version 0.8.3 aktuell. Sie finden sie auf der Heft-CD oder auf der Homepage von Sylpheed [4]. Wenn es für ihre Distribution kein kompiliertes Paket gibt, dann entpacken Sie das Archiv in ein Verzeichnis ihrer Wahl und wechseln mit cd hinein.
Voraussetzung für die Installation ist der GCC-Compiler, GTK+ 1.2.6 oder neuer und ein Unix-basiertes Betriebssystem. Normalerweise brauchen sie keine Optionen für den Aufruf von configure. Möchten Sie auch den GnuPG [5] oder OpenSSL [6] verwenden, benutzen Sie folgenden Aufruf:
./configure --enable-gpgme --enable-ssl && make su make install
| Kasten 1: Benutzung von GnuPG |
|
An dieser Stelle soll nur eine kurze Einführung folgen, ausführlicher können Sie sich unter [7] und [8] informieren. Der Aufruf von gpg --version zeigt Ihnen in der ersten Zeile die installierte Version an, wenn sie unter 1.0.6 liegt, führen Sie ein Update durch, weil ältere Versionen Fehler beinhalten. Erhielten Sie eine Fehlermeldung weil GnuPG nicht installiert ist, laden Sie die Pakete für ihre Distribution von einem der üblichen Server herunter oder kompilieren Sie aus den Quellen. Durch den folgenden Aufruf auf der Kommandozeile wird ein neues Schlüsselpaar erzeugt: gpg --gen-key Als Erstes wird man nach dem zu verwendenden Algorithmen gefragt. Nehmen sie einfach den Default-Wert (DSA/ ElGamal). Anschließend fragt die Software nach der Schlüssellänge. Je länger ein Schlüssel, desto sicherer ist er, desto länger dauern aber Operationen mit ihm. GnuPG fragt ab einer Schlüssellänge von mehr als 1536 Bits, ob ein so großer Schlüssel wirklich nötig sei, teilweise werden jedoch mindestens 2048 Bits empfohlen. Für DSA ist 1024 Bits Standard. Dann wird nach Namen, Kommentar und E-Mail Adresse gefragt. Anhand dieser Angaben wird der Schlüssel identifiziert. Die Angaben können später noch geändert oder ergänzt werden. Wählen Sie eine länger gültige E-Mail Adresse, dann ersparen Sie sich und Ihren Briefpartnern Schwierigkeiten mit ungültigen Schlüsselpaaren und seinem Widerruf. Als letztes wird nach dem Mantra gefragt, mit dem der private Schlüssel gesichert werden soll. Verwenden Sie ein gutes Mantra. Ein gutes Mantra ist
Durch willkürlich eingestreute Groß- und Kleinschreibung sowie Leerzeichen können Sie weitere Sicherheit erhalten. Außerdem müssen Sie es sich gut merken können, da der geheime Schlüssel ohne Mantra wertlos ist. Es ist eine gute Idee mit gleich ein Rückrufzertifikat zu erstellen und es an einem sicheren Ort zu verstauen. gpg --output revoke.asc --gen-revoke mykeyWobei mykey entweder die Schlüssel-ID Ihres ersten Schlüsselpaares oder irgendein Teil einer dazugehörigen Benutzer-ID ist. Die erzeugte Widerrufurkunde wird in die Datei revoke.asc, bzw., wenn man die Option --output weglässt, auf die Standard-Ausgabe geschrieben.
|
Nach dem Aufruf von sylpheed & in einer Terminal-Emulation begrüßt Sie Sylpheed mit der Frage nach dem Ort der Mailbox. Es handelt sich dabei um ein Verzeichnis, das in Ihrem Home-Verzeichnis angelegt wird, wenn es noch nicht vorhanden ist. Achten Sie also darauf, dass schon vorhandene Dateien nicht überschrieben werden. Sind Sie sicher, dass nicht schief gehen kann, übernehmen Sie den Vorschlag.
Dann richten Sie die Accounts ein. Wenn Sie mehrere Accounts verwenden wollen, sollten Sie hier einen aussagekräftigen Namen wie den Namen des Providers verwenden und einen zu ihrem Standard-Account machen.
Füllen Sie dann die Felder Persönliche Informationen und Serverdaten aus. Die meisten Nutzer wählen als Protokoll POP aus dem Menü aus. Als Server zum Empfangen und SMTP-Server tragen Sie die Daten ihres Providers ein. Bei einigen Providern (beispielsweise GMX) müssen Sie darauf achten, dass die Benutzer ID anders als gewöhnlich aus der gesamten E-Mail-Adresse besteht.
Wenn Sie die nächste Lasche anklicken, müssen Sie sich entscheiden, ob und wann Nachrichten durch Sylpheed vom Server gelöscht werden sollen. Eventuell sollten Sie noch die Option Lade alle Nachrichten vom Server herunter aktivieren. Diese Entscheidungen hängen davon ab, ob Sie noch mit anderen Programmen unter anderen Betriebssystemen nach Ihrer Post gucken oder zeitweise Webinterfaces benutzen.
Die übrigen Voreinstellungen können Sie getrost ersteinmal übernehmen. Einstellungen unter Privat und SSL können Sie nur vornehmen, wenn Unterstützung für GnuPG und OpenSSL einkompiliert wurden. Informationen, welche Plugins installiert sind, erhalten Sie unter Hilfe/Über.
Wenn Sie erfolgreich ihre Post abgeholt haben (Nachricht/Empfange neue E-Mail) können Sie Sylpheed weiter nach Ihren Vorstellungen einrichten. Wählen Sie den Menüpunkt Einstellungen/Allgemeine Einstellungen.... Wenn Ihnen die voreingestellte Schrift nicht gefällt, gehen Sie auf Anzeige und stellen eine geeignete Schriftgröße ein.
In der Abbildung 2 sehen Sie auch eine sinnvolle Einstellung für die Anzeige des Datumsformats in der Form Tag-Monat-Jahr. Die Voreinstellung ist für kontinentaleuropäische Nutzer teilweise verwirrend.
Sylpheed öffnet Links durch einen Doppelklick. Falls hier nichts passiert, ist ein falscher Browser eingestellt. Wählen Sie den Punkt Weiteres bei den Allgemeinen Einstellungen aus und geben beispielsweise galeon -n '%s' ein. Jetzt werden Links von Galeon in einem neuen Tab geöffnet. Natürlich können Sie auch den Konqueror oder Netscape als Browser einstellen, aber achten Sie darauf, dass nach dem Programmnamen und möglichen Optionen beim Aufruf '%s' folgt.
Wenn Sie mehrere E-Mails am Tag bekommen und in ihrer Inbox einigermaßen Ordnung herrschen soll, dann kommen Sie um das Filtern von Nachrichten und das Erstellen von neuen Verzeichnissen nicht herum. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ihre Mailbox und wählen Sie die Option Neue Ablage erstellen aus. Sylpheed erstellt daraufhin einen Ordner mit dem gewählten Namen in ~/Mail.
Machen Sie sich lieber jetzt ein paar Gedanken, wie ihre Post später geordnet werden soll und erstellen Sie beispielsweise zwei Ablagen "Privat" und "Arbeit". Zwar können Sie die Ablagen später problemlos durch Rechtsklick wieder löschen, aber wenn sie Ihr Filter eingerichtet haben und einen Zielordner löschen, war die gesamte Arbeit vergeblich.
Wenn Sie eine Ablage anklicken, können Sie beliebig viele Unterordner erstellen, die nach den Absendern, eventuellen Mailinglisten, Wichtigkeitsgrad oder ähnlichem benannt werden können. Nachdem Sie nun mehrere Ablagen erstellt haben, können Sie ihre elektronische Post von Sylpheed filtern lassen.
Bei nur geringem Postaufkommen mag das nicht nötig sein, da Sylpheed seit Version 0.4.61 das Verschieben von Nachrichten per drag'n'drop unterstützt, aber als Abonnent von Mailing-Listen ist das über kurz oder lang ziemlich lästig. Wählen Sie in der Menüleiste Einstellungen/Filtereinstellungen aus. In der Abbildung 4 sehen Sie meine Filtereinstellung für die Mailing-Liste incidents@securityfocus.com.
Geht die E-Mail an einen Empfänger der incidents@ heißt, wird sie automatisch beim Empfang in meine Unterablage Incidents verschoben. Wenn Sie eine neue Regel erstellt haben, müssen Sie noch auf den Registrieren Knopf drücken, damit Sylpheed weiß, dass Sie es wirklich Ernst meinen. Eine Änderung einer Regel muss durch Ersetzen bestätigt werden.
Sie können mit den Filtern ziemlich restriktiv vorgehen und zum Beispiel als Absendeadresse ("From") @hotmail.com angeben und die Option Nicht empfangen angeben. Damit ersparen Sie sich einiges an Spam, kriegen aber auch keine Post mehr von Bekannten mit Hotmail-Account.
Um das zu verhindern, müssen Sie eine weitere Regel erstellen, die es guter_Freund@hotmail.com doch erlaubt, den elektronischen Kontakt aufrecht zu erhalten. Erstellen Sie also die Regel und wählen ein passendes Ziel aus.
Registrieren Sie die Regel und sorgen Sie dafür, dass Sylpheed die Regel vor der allgemeinen Hotmail-Regel ausführt. Dazu markieren Sie mit der Maus die Regel und bewegen sie mit Auf nach oben bis sie über der allgemeinen Regel steht. Damit Sie das Filtern nicht per Hand anstoßen müssen, wählen Sie Einstellungen/Einstellungen für den aktuellen Account und klicken sie die Option Empfangen/Nachrichten beim Empfang filtern an.
Wenn Sie sich in die Geheimnisse des Filterns schon anderweitig eingearbeitet haben und ihre feingetunten Regeln weiter benutzen wollen, dann können sie das auch tun. Unter Empfangen bei den Allgemeinen Einstellungen können Sie Programme wie beispielsweise procmail problemlos einspannen.
E-Mails können Sie jetzt empfangen und automatisch verschieben oder löschen. Aber sicherlich wollen sie hin und wieder eine E-Mail verfassen. Wählen Sie die Menüpunkte Nachricht/Verfasse neue Nachricht und legen Sie los.
Füllen Sie die Felder Betreff und An entsprechend aus. Haben Sie mehrere Accounts erstellt, präsentiert sich in der Zeile mit ihren Daten ein Dropdown-Menü mit Ihren E-Mail-Adressen.
Ein nettes Feature ist, dass Sie nur den Anfangsbuchstaben Ihres Empfängers angeben müssen und nachdem Tab gedrückt wurde, Sylpheed eine Auswahl möglicher Adressaten präsentiert. Dies funktioniert allerdings nur für Adressaten, die im Adressbuch vermerkt wurden. Das Hinzufügen ins Adressbuch ist kinderleicht. Nach einem Rechtsklick auf eine E-Mail wird ein Kontextmenü präsentiert, aus dem Sie Absender ins Adressbuch einfügen auswählen.
Haben Sie nun ihre E-Mail geschrieben, verschicken Sie die Nachricht unter Nachricht/Senden oder Später senden. Falls Sie etwas vergessen haben, fragt Sylpheed nach, ob es damit seine Richtigkeit hat oder es sich um ein Versehen handelt.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder mit den noch nicht erwähnten Optionen nicht sofort klarkommen, dann werfen Sie einen Blick in die FAQ (Hilfe/FAQ) oder tragen sich unter [4] in die Mailing-Liste für Sylpheed ein.
Mit Sylpheed ist ja eigentlich fast alles möglich, was ist denn eigentlich Sylpheed-Claws? Sylpheed-Claws ist die Entwickler-Version, die neueste Features enthält, allerdings auch nicht so stabil läuft wie Sylpheed. Wenn Sie auf eine Rechtschreibprüfung nicht verzichten können und noch nie ein Programm gepatcht haben, dann sollten Sie einen Blick auf Sylpheed-Claws werfen. Sie erhalten es unter [10] oder auf der Heft-CD. Zur Benutzung der Rechtschreibprüfung benötigen Sie das Quellpaket von Pspell oder das Paket pspell-0.12.2-devel oder höher.
Sylpheed-Claws enthält unter anderem noch die folgenden Verbesserungen:
Sylpheed ist ein vielseitiges E-Mail-Programm, das für Menschen mit einem hohen E-Mail-Aufkommen geeignet ist. Ferner bietet es genügend Konfigurationsmöglichkeiten, um sich die Arbeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn Sie also nicht mit KDE (KMail) arbeiten oder Adressbücher benötigen, die Ihnen auf Nachfrage Geburts- oder Jahrestage von Freunden und Bekannten verraten (Evolution), sind Sie mit Sylpheed auf der sicheren Seite.
Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende Rechtschreibprüfung, die allerdings durch einen Patch nachgerüstet werden kann. Oder installieren Sie einfach Sylpheed-Claws. Trotz der Warnung vor eventuellen Abstürzen auf der Homepage läuft es sehr stabil und hat sich beim Autor trotz starker Belastung erst einmal während des selektiven Downloads verabschiedet. (agr)
| Infos |
|
[1] Freshmeat: http://freshmeat.net
|
| Der Autor |
|
Thomas Zell beschäftigt sich seit vier Jahren mit GNU/Linux und Unix und verwendet Sylpheed seit Version 0.4.8. Zu erreichen ist er unter http://www.allroy.de. |
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
Druckerfreundliche Version |
Feedback zu dieser Seite
|
Datenschutz |
© 2010 Linux New Media AG
[Linux-Magazin]
[LinuxUser]
[EasyLinux]
[Linux-Community]
[Ubuntu User]
[Linux Technical Review]
[Linux Magazine]
[Linux Pro Magazine]
[Ubuntu User]
[EasyLinux Poland]
[Linux Magazine Poland]
[Linux Magazine Brasil]
[EasyLinux Brasil]
[Linux Magazine Spain]