![]() |
|
||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||
|
||
|
TFT Monitor bei
Mercateo kaufen.
Neues Netbook? Ein Preisvergleich lohnt sich. Bei uns finden sie Notebooks, PDAs und Drucker mit Testberichten und Tipps. Diamant Buchhaltungssoftware – transparent und detailliert auch für die Konzernbuchhaltung. Günstige Shareware Programme als direkte Downloads im Software Portal. Bis zu 70% sparen durch Preisvergleich. |
||
|
LinEAKKeyboard Deluxevon Christian Perle |
|
Die Tastatur-Fans unter den X-Benutzern werden das Szenario kennen: Es tummeln sich dutzende Fenster auf diversen Desktops; irgendwo dudelt der XMMS mit ordentlicher Lautstärke über die angeschlossene Stereoanlage. Da klingelt das Telefon. Jetzt muss man schnell den Player finden, um auf den Pause-Button zu klicken. Ginge das nicht auch über eine Extra-Taste? Es geht, und zwar mit dem Tool LinEAK von Mark Smulders und Sheldon Lee-Wen.
Hinter der etwas merkwürdigen Abkürzung verbirgt sich "Linux support for Easy Access and Internet Keyboards". Das Projekt ist auf Sourceforge zu Hause und unter der Web-Adresse http://lineak.sourceforge.net/ zu erreichen. LinEAK besteht aus zwei Teilen: dem Daemon lineakd und dem Konfigurationsprogramm lineakconfig. Letzteres ist aber nicht zwingend notwendig, da sich wie bei jedem ordentlichen Unix-Programm die Konfiguration auch mit einem Text-Editor bearbeiten lässt.
Die Installation des Tools aus den Quellen ist recht einfach durchzuführen. Im Download-Bereich der LinEAK-Homepage (oder auf der Heft-CD im Verzeichnis /LinuxUser/lineak/) finden Sie die beiden Tarballs lineakd-0.4pre3.tar.gz und lineakconfig-0.3.2.tar.gz. Im Wesentlichen kommt der bekannte Dreisatz ./configure ; make ; make install mit leichten Modifikationen zum Zuge:
tar xzf lineakd-0.4pre3.tar.gz cd lineakd-0.4pre3 ./configure --disable-nls make su (root-Password eingeben) make install ; exit cd .. tar xzf lineakconfig-0.3.2.tar.gz cd lineakconfig-0.3.2 ./configure --disable-nls make su (root-Password eingeben) make install ; exit cd ..
Nach der Installation liegen die neuen Dateien in der /usr/local-Hierarchie. Das Verzeichnis /usr/local/bin befindet sich üblicherweise in der PATH-Variable, so dass die Shell die neuen Programme lineakd und lineakconfig findet.
Bevor Sie lineakd zum ersten mal regulär starten, müssen Sie eine auf Ihr Keyboard angepasste Konfiguration erstellen. Dazu gehört zunächst die Auswahl des Modells. LinEAK bringt eine Reihe von Definitionen für gängige Keyboards mit. Falls Ihres nicht dabei ist, können Sie eine eigene Definition problemlos hinzufügen, dazu später mehr.
Das Konfigurations-Tool lineakconfig präsentiert sich beim ersten Aufruf mit dem Dialogfenster New LinEAK Keyboard Configuration (Abbildung 1), in dem Sie Hersteller- und Modellname auswählen. Zusätzlich können Sie hier die Gerätedateien für CD-ROM-Laufwerk und Mixer angeben, falls es sich nicht um die Standardwerte (/dev/cdrom und /dev/mixer) handelt.
Nach der Auswahl des Keyboards ist der nächste Schritt die eigentliche Zuordnung von Funktionen zu den Spezialtasten. Je nach Keyboard-Modell stehen unterschiedliche Spezialtasten zur Belegung im LinEAK-Configuration-Fenster (Abbildung 2) zur Auswahl. Über Key performs special action stehen einige vordefinierte Aktionen wie z. B. CD-Auswurf, Mixer-Lautstärke (lauter/leiser) oder Stummschaltung zur Verfügung. Außerdem dürfen im Feld Key runs command beliebige Shell-Kommandos eingetragen werden.
Damit lineakconfig die gewählte Zuordnung über die Buttons Ok oder Apply aktivieren kann, müssen Sie vorher lineakd starten:
lineakd -b
Die Option -b steht für "background" (Hintergrund). Damit geht der LinEAK-Daemon sofort in den Hintergrund und verrichtet seinen Dienst.
Die Konfigurationsdatei lineakd.conf von lineakd ist aber auch ohne das grafische Tool lineakconfig editierbar. Sie finden sie in Ihrem Home im versteckten Verzeichnis .lineak/ und können Sie mit jedem Text-Editor öffnen und bearbeiten. Listing 1 zeigt die Beispielkonfiguration, die in Abbildung 2 erzeugt wurde. Die Einträge im Überblick:
Alle weiteren Einträge sind vom Tastaturmodell abhängig und ordnen den Spezialtasten bestimmte Aktionen zu. So ist die [Find]-Taste in diesem Beispiel mit dem Aufruf von xfglob, dem Dateisuche-Dialog von XFCE belegt. Weitere Tasten dienen der Steuerung von XMMS.
| Listing 1: Konfiguration von lineakd in der Datei ~/.lineak/lineakd.conf |
|
# LinEAK - Linux support for Easy Access and Internet Keyboards # Global settings KeyboardType = LTIK CdromDevice = /dev/cdrom MixerDevice = /dev/mixer # Specific keys of your keyboard play = "xmms --play-pause" previous = "xmms --rew" next = "xmms --fwd" stop = "xmms --stop" mail = "" internet = "" search = "xfglob" go = "" volumedown = "EAK_VOLDOWN" mute = "" volumeup = "EAK_VOLUP" sleep = "xlock -mode clock" # end lineakd.conf |
Falls LinEAK Ihr Keyboard nicht kennt, können Sie durch Erweiterung der Datei /usr/local/etc/lineakkb.def Hilfestellung leisten. Zuerst gilt es herauszufinden, welche Keycodes die Spezialtasten liefern. Das X Window System liefert dazu bereits das passende Tool xev mit. Starten Sie dieses Tool aus einem xterm-Fenster heraus und bewegen Sie den Mauszeiger in das xev-Fenster. Nun drücken Sie nacheinander die Spezialtasten Ihres Keyboards und notieren sich die erzeugten Keycodes. Abbildung 3 zeigt den gemeldeten Code für die Sleep-Taste (223) auf einem Logitech Classic Corded Keyboard.
Die eigentliche Tastaturdefinition ist in Listing 2 zu sehen -- sie wird an die Datei lineakkb.def angehängt. Da das Classic Corded-Modell nur drei Spezialtasten enthält, ist der Aufwand minimal.
| Listing 2: Neue Tastaturdefinition in der Datei /usr/local/etc/lineakkb.def |
|
# begin Logitech Classic Corded Keyboard
[LTCCK]
brandname = "Logitech"
modelname = "Classic Corded Keyboard"
[KEYS]
sleep = 223
wake = 227
power = 222
[END KEYS]
[END LTCCK]
# end Logitech Classic Corded Keyboard
|
Der Name der Definition LTCCK ist an die bereits vorhandenen Logitech-Definitionen angelehnt. Die symbolischen Tastennamen sleep, wake und power werden den ermittelten Keycodes zugeordnet. Unter diesen Namen tauchen die Tasten im Konfigurations-Tool und in lineakd.conf auf. Zum Schluss wünsche ich kreatives Tastenbelegen. (hej)
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
Druckerfreundliche Version |
Feedback zu dieser Seite
|
Datenschutz |
© 2010 Linux New Media AG
[Linux-Magazin]
[LinuxUser]
[EasyLinux]
[Linux-Community]
[Ubuntu User]
[Linux Technical Review]
[Linux Magazine]
[Linux Pro Magazine]
[Ubuntu User]
[EasyLinux Poland]
[Linux Magazine Poland]
[Linux Magazine Brasil]
[EasyLinux Brasil]
[Linux Magazine Spain]