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Erstmal großes Lob für Eure Zeitschrift. Ich habe durch den LinuxUser schon viel gelernt und bin auf interessante Themen hingewiesen worden. So habe ich auch den kurzen Bericht über ai.planet in der letzten Ausgebe mit Interesse gelesen. Leider fand ich aber im Download-Bereich auf sourceforge.net nur Quellen für Windows bzw. Delphi. Habe ich etwa die Linux-Version übersehen oder lassen sich die Sourcen auch mit Kylix übersetzen?
Reiner Schwarz, per E-Mail
LinuxUser: Bei dem Bericht über ai.planet ist uns ein Fehler unterlaufen: Das Programm ist tatsächlich nur für Windows, mit Kylix lässt es sich so nicht kompilieren, vielleicht wäre es portierbar; das vergaßen wir zu erwähnen. Wir haben es trotzdem in die Software-News aufgenommen, weil es auch unter Wine läuft und Open-Source-Software ist. (csc)
Ich habe mit Interesse den oben genannten Artikel gelesen. Beim Testen von jpegtran bin ich leider auf ein Problem gestoßen. Durch Eingabe von
./jpegtran -crop 900x600+190+180 big.jpg > small.jpgerhalte ich ein Bild der Größe 914 x 604 (statt 900 x 600). Wenn man big.jpg und small.jpg übereinander legt, stellt man darüber hinaus fest, dass small.jpg geringfügig verzerrt ist. Wenn ich keinen Offset (190/180) angebe, taucht das Problem nicht auf.
Heribert Wessels, per Email
LinuxUser: jpegtran beschneidet Bilder so, dass keine Neukomprimierung durchgeführt wird, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Das geht allerdings nur, wenn man die 8 x 8 oder 16 x 16 Zellen des Bildes nicht verändert. Man muss also auf einer Grenze zwischen zwei Zellen schneiden. Daher wird, wenn man beliebige Koordinaten für die Schnitte angibt, das Bild etwas größer, wenn man nicht genau die Grenzen trifft.
Die Verzerrung kann der verwendete Bildbetrachter verursachen, wenn er das Bild beispielsweise auf die Fenstergröße anpasst. GIMP stellt das Bild mit [1] in Originalgröße dar (1 Bild-Pixel auf 1 Bildschirm-Pixel). (Till Kamppeter)
Die Idee des Artikels war zwar an und für sich interessant und gut. Der Bericht ist in der Praxis aber leider nicht wirklich anwendbar. Ich bin einer der User, welche auf die Zaurus-Werbung reingefallen sind, und sitze nun auf einem Gerät mit dem Original-Sharp-ROM, genauer: Version 2.36G. Die erste Überraschung erlebte ich, als ich meine Termine mit dem QTopia-Desktop replizierte: Der größte Teil meiner Wiederholungseinträge verschwand. Das sei üblich, erfuhr ich in einer Mailingliste, und habe etwas mit dem XML-Format zu tun.
Später musste ich erfahren, dass man in der Aufgabenliste nicht zu viele Einträge haben darf. Ein großer Teil war auf einmal einfach weg (nicht alle, so dass ich es zu spät bemerkte und den falschen Stand gesichert hatte).
Dann ist da noch die Batterielebensdauer: Man sollte nicht auf die Idee kommen, mal ein Solitaire spielen zu wollen, sonst sitzt man auf einmal ohne Strom im freien Feld fest.
Beim Strom bringt ein ROM-Update nicht viel, aber die anderen Probleme bekommt man damit im Griff.
Jetzt kommt mein Kritikpunkt: Wenn ich ein neues ROM aufspielen will, möchte ich im Bericht genau sehen, wie ich meine Daten retten bzw. mit hinüberspielen kann. So einfach ist das ja nicht, da die Formate teilweise unterschiedlich sind (z. B. XML im Original-Sharp-ROM). Also nicht nur, wie das neue ROM aufgespielt wird.
Was soll ich mit einem neuen ROM ohne meine Daten? Dieser Punkt wurde meiner Ansicht nach zu wenig berücksichtigt.
Yvan Gutknecht, per E-Mail
LinuxUser: Das Urteil erscheint uns sehr generell. Einige Leute werfen die Original-Software liebend gern fuer OPIE & Co. weg -- und fangen vor allem erst anschließend an, ihren Zaurus ernsthaft zu nutzen. (pju)
Seit mehreren Jahren bin ich Abonnent von LinuxUser und Linux-Magazin. Gerade beim LinuxUser fällt mir immer wieder auf, dass der Kompilierungsdreisatz noch immer als die Lösung in Ihren Artikel favorisiert wird.
Punkt 1: Damit das klappt, brauchen User eine beachtliche Ladung an Developer-Paketen, die durch Abhängigkeiten verschachtelt sein können.
Punkt 2: Jedes make install schießt Dateien quer in die Distribution und überschreibt teilweise Dateien, die durch die Paketverwaltung installiert wurden.
Für jeden Einsteiger ist die Installation von Distributionspaketen die sauberste Lösung, ohne in Gefahr zu laufen, sich die Distribution samt Paketmanagement zu zerschießen. Über http://www.rpmseek.com/ und http://www.apt-get.org/ sollte man für jede Distribution aktuelle Versionen des gewünschten Programms finden -- so vermeidet man das Abbild der Windows-DLL-Hölle auf seinem Linux.
Eric Wick, per E-Mail
LinuxUser: Dieser Eindruck trügt: Wenn die Distribution vorkompilierte Pakete mitliefern, bevorzugen wir die. Aber Sie haben Recht, nicht jeder Artikel enthält diesen Satz, dafür aber oft den Dreisatz. Der Grund ist: Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Leser, deren Distributor kein Paket oder nur eine alte Version mitliefert, damit -- zu Recht -- nicht zufrieden geben.
Die meisten Quellpakete sind vernünftig vorkonfiguriert und installieren nach /usr/local/, wo zur Distribution gehörende Pakete laut Standard nichts zu suchen haben. Ansonsten geben wir in der Regel entsprechende configure-Optionen mit an -- und auf die Nachteile (Stichwort: Deinstallation) und Hilfen zu ihrer Vermeidung (checkinstall, stow) berichten wir auch regelmäßig.
Ihrem Kommentar zu Einsteigern stimmen wir zu: Deshalb verzichtet unsere für Einsteiger konzipierte Schwesterzeitschrift EasyLinux komplett auf Kompilationen und nutzt lediglich die distributionseigenen Pakete.
Beim LinuxUser müssen wir allerdings darauf achten, dass der größte Teil unserer Leser eben keine Einsteiger sind, sondern Linux-User mit mehr oder weniger Hintergrundwissen. (pju)
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