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Erschienen in LinuxUser 12/2003   »   Ausgabe bestellen

Hardware

Ogg-Vorbis-Player für unterwegs

MP3-Player erfreuen sich schon seit längerem großer Beliebtheit. Die Firma iRiver (http://www.irivergermany.com/) bietet mit ihrem neuen Modell iHP-120 zudem die Möglichkeit an, Ogg-Vorbis-Dateien abzuspielen.

Ogg-Vorbis ist im Gegensatz zu MP3 vollständig frei implementiert und erreicht dabei ähnliche Kompressionsraten. Es erstellt Audiodateien mit 44,1 kHz bei einer Bitrate zwischen 32 und 500 Kbps. Auf dem Player verwaltet der Anwender bis zu 200 Wiedergabelisten mit dem aus der Windows-Welt bekannten Programm Winamp.

Der iHP-120 spielt außerdem WMA-, ASF- und WAV-Dateien ab. Über die USB-Schnittstelle lässt er sich ohne zusätzliche Treiber an alle Systeme anschließen, um die 20 GB große Festplatte zu beladen.

Auf dem Gerät lassen sich nicht nur Musikdateien speichern, sondern auch beipsielsweise ASCII-Dateien. Solche Textdateien zeigt das Gerät sogar im Display an.

Wem die aufgenommenen Musikstücke nicht reichen, der kann sich mit dem eingebauten Radio amüsieren. Die Antenne für die Empfänger haben die Konstrukteure in Kopfhörerkabel untergebracht. Ein integriertes Diktiergerät macht es zum guten Begleiter für den Geschäftsreisenden.

Der Lithium-Polymer-Akku hält nach Herstellerangaben 16 Stunden bei laufender Musikwiedergabe. Erhältlich ist der iHP-120 beispielsweise bei LinuxLand (http://www.linuxland.de/) für 499 Euro.

Abb. 1: Der iHP-120 spielt auch Ogg Vorbis

Linux-Handy

Motorola (http://www.motorola.com/) beschreitet mit seinem neuen Modell A760 als erstes einen neuen Weg: Das Gerät läuft mit Embedded Linux und ist für den Massenmarkt konzipiert.

Schon in der Vergangenheit öfter angekündigt, handelt es sich bei diesem Gerät nun um den ersten ernst zu nehmenden Versuch, Mobiltelefone mit dem freien Betriebssystem auszustatten. Zunächst wird das Handtelefon jedoch nur in Asien auf den Markt kommen.

Das Gerät kombiniert die Fähigkeiten eines Mobiltelefons mit denen eines PDAs. Neben Sprachverbindungen kann es auch Verbindungen über das Internet herstellen. Ein WML-fähiger Browser zeigt Inhalte aus reduzierten Web-Seiten an, und mit dem E-Mail-Client behält man seine Mailbox immer im Blick.

Darüber hinaus enthält das A760 ein VPN/SSL-Modul für verschlüsselte Verbindungen. Gleichzeitig gibt es sich multimedial und spielt MP3-Dateien ab oder zeigt per MMS empfangene Bilder an. Über Bluetooth ist eine Verbindung mit anderen Geräten möglich.

Auf dem Linux-Handy laufen Java-Anwendungen, die mit J2ME (http://java.sun.com/j2me/) programmiert sind; dadurch ist es für Entwickler nicht schwierig, neue Applikationen zu entwickeln. Motorola liefert bereits ein Börsenprogramm, Navigations-Software sowie ein Spiel mit.

Laut Hersteller benötigen die Handschrifterkennung auf dem Touchpad und die Sprachsteuerung kein Training und sollen so die fehlende Tastatur ersetzen. Das Gerät kostet umgerechnet rund 750 Euro (ohne Vertragsrabatt). (Andreas Grytz/agr)

Abb. 2: Auf dem A760 läuft Embedded Linux

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