logoOL.gif
user_gelb_schwarz_or.gif
logoUL.gif
logoUR.gif claim.gif
LinuxUser LinuxCommunity EasyLinux Linux-Magazin International
      Anzeige
TFT Monitor bei Mercateo kaufen.
Neues Netbook? Ein Preisvergleich lohnt sich.
Bei uns finden sie Notebooks, PDAs und Drucker mit Testberichten und Tipps.
Diamant Buchhaltungssoftware – transparent und detailliert auch für die Konzernbuchhaltung.
Günstige Shareware Programme als direkte Downloads im Software Portal.
Bis zu 70% sparen durch Preisvergleich.
      Anzeige

Erschienen in LinuxUser 01/2004   »   Ausgabe bestellen

KDE Update

Spiel mich ein, Scotty

von Tim Schürmann


Das K Desktop Environment ist der beliebteste Desktop unter Linux. Aufgrund seines Umfanges ist bei einem Update Einiges zu beachten. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihr KDE-System auf den neuesten Stand bringen.

Die KDE-Entwicklung schreitet stetig voran. Neue Versionen locken nicht nur mit gestopften Sicherheitslöchern, sondern auch mit einer Vielzahl neuer Funktionen. Dem daher ständig wachsenden Wunsch nach Updates stehen zunächst einige Hürden im Weg: So ist die Vorgehensweise, um zu einem aktualisierten Desktop zu gelangen, nicht nur für jede Distribution anders aus, auch die Reihenfolge, in der die vielen Pakete eingespielt werden, spielt eine tragende Rolle.

Da jeder Distributor bei den Paketbezeichnungen und der Aufteilung der Programme und Hilfsdateien auf die Pakete sein eigenes Süppchen kocht, ist es fast unmöglich, eine allgemeingültige Installationsanleitung zu geben. Mit einem kleinen Fokus auf den Marktführer SuSE probieren wir dies im Folgenden dennoch.

Daten sichern

Der erste Schritt sollte daraus bestehen, ein Backup Ihrer Daten anzulegen. Dabei geht es in erster Linie um die KDE-Einstellungen, die in den unsichtbaren Unterverzeichnissen .kde und eventuell .kde2 der Home-Verzeichnisse stecken.

Zwar versprechen die KDE-Entwickler, dass nach einem Update die meisten Einstellungen übernommen werden, eine Garantie gibt es dafür aber nicht. Wenn mit wichtigen Daten arbeiten, empfehlen wir generell ein Backup des gesamten Systems. Die meisten Distributionen bieten hierfür geeignete Werkzeuge an. Geht im Folgenden etwas schief, kann man schnell das Backup zurück spielen.

Eine Deinstallation des bestehenden KDE-Systems ist in der Regel nicht notwendig. Es wird aber davon abgeraten, mehrere KDE-Versionen gleichzeitig in einem System zu betreiben. Wer es dennoch versuchen möchte, findet eine Anleitung unter [10]. Des Weiteren sollten Sie prüfen, ob genügend freier Festplattenplatz zur Verfügung steht -- Platzmangel führt in einigen Fällen zu kryptischen Fehlermeldungen.

Erst KDE beenden

Das Update sollte nicht unter KDE selbst vorgenommen werden. Auch wenn es entsprechende Erfolgsmeldungen gibt, wäre dies so, als würde man bei einer sitzenden Person den Stuhl tauschen -- das ist nicht empfehlenswert. Die meisten Distributionen installieren standardmäßig mehrere Desktop-Systeme, die am Anmeldebildschirm zur Auswahl gestellt werden. Sie können auch nach dem Abmelden in KDE mit [Strg-Alt-F1] auf eine Textkonsole wechseln und sich dort anmelden.

Die Anmeldung müssen Sie als Benutzer root durchführen: Nur der Administrator-Account hat die notwendigen Rechte, um das Update bzw. die Installation vorzunehmen.

Automatisch

Einige Distributionen bringen ein Werkzeug mit, das automatisierte Updates ermöglicht. Gegenüber den anderen Methoden sollten Sie diesem immer den Vorzug geben. Unter SuSE Linux verwenden Sie dazu YaST: Wählen Sie unter Software den Punkt Installationsquelle wechseln, dann hinzufügen und ftp. Dort tragen Sie als Server ftp.suse.com und als Verzeichnis pub/suse/i386/supplementary/KDE/update_for_8.2/yast-source ein. Die 8.2 ist durch die von Ihnen eingesetzte SuSE-Linux-Version auszutauschen. Setzen Sie nun den neu erzeugten Punkt an die oberste Stelle der Prioritätenliste (Auf). Das Update kann dann über Software installieren oder löschen durchgeführt werden (Abbildung 3). Vergessen Sie nicht, nach der Aktualisierung die Priorität wieder zu ändern.

Abb. 1: Unter dem Punkt "Software" von YaST finden Sie alle Werkzeuge für ein erfolgreiches KDE-Update

Abb. 2: Über den Knopf "Aktivieren oder Deaktivieren" im Werkzeug "Installationsquelle wechseln" können Sie bestimmen, ob die hinzugefügte Internet-Seite von YaST berücksichtigt werden soll. Unter "Status" wird der gegenwärtige Stand angezeigt

Abb. 3: Das Recycle-Symbol zeigt an, dass die nebenstehenden Pakete aktualisiert werden

Einzeln

Schlägt die automatische Installation fehl oder bietet Ihre Distribution keinen derartigen Service, müssen Sie die Pakete selbst einspielen. Unter [4] finden Sie alle notwendigen Pakete für Ihre Distribution, sortiert nach KDE-Versionen. Werden Sie dort nicht fündig, sollten Sie einen Blick auf die Internet-Seiten des Distributors werfen. SuSE pflegt z. B. unter [3] ein umfangreiches und aktuelles Archiv.

Erliegen Sie auf keinen Fall der Versuchung, Pakete auszuwählen, die explizit für eine andere Distribution bestimmt sind: Sofern das Einspielen überhaupt klappt, führt ein solches Vorgehen in der Regel zu Chaos.

Bei älteren Distributionen kommt es häufig vor, dass der Hersteller keine Unterstützung und somit auch keine Pakete mehr anbietet. Hier sollte man sich überlegen, ob der Umstieg auf eine neuere Distribution nicht weniger Aufwand verursacht. Ansonsten bleibt nur noch das Kompilieren der Quelltexte...

Mindestens benötigt werden alle Pakete, die mit qt, arts, kdelibs und kdebase beginnen. Wie die Dateien weiter benannt sind, hängt von der Distribution ab. In der Regel führt der Name noch die Versionsnummer des Pakets und die Plattform, auf der es läuft (z. B. kdebase-3.1.4-0.9x.1.i386.rpm). kdebase enthält alle grundlegenden Programme, wie den Fenster- und Dateimanager. Diese Anwendungen benutzen die Bibliotheken aus den Paketen kdelibs und qt. Letzteres ist ein Produkt der Firma Troll Tech und enthält die eigentlichen Funktionen zur Bildschirmdarstellung. arts ist der Soundserver, den KDE-Programme für die Tonwiedergabe einsetzen. Ebenfalls wichtig ist das Paket kde-i18n-de_DE, das für eine deutsche Übersetzung sorgt. Abhängig von der verwendeten Distribution finden Sie es eventuell in einem Unterverzeichnis noarch auf der oben genannten Internet-Seite. Alle weiteren Pakete sind optional, ihr jeweiliger Inhalt ist in Kasten 1 (Bestandteile) zusammengefasst. Zu dieser letzten Gruppe zählen auch Pakete mit einem devel im Namen. Sie enthalten Dateien, die lediglich für Programmierer interessant sind, und können daher im Regelfall weggelassen werden.

Die Reihenfolge der einzuspielenden Pakete ist

  1. qt,
  2. arts,
  3. kdelibs,
  4. kdebase.
Die restlichen Pakete können in beliebiger Reihenfolge eingespielt werden, wobei kaddons als letztes folgen sollte. Eine Ausnahme bilden einige Distributionen, bei denen zuvor noch andere Bestandteile auf den neuesten Stand gebracht werden müssen: Meist sind dies Bibliotheken, deren Paketnamen mit lib beginnt. Auf den bereits angesprochenen Internet-Seiten [4] trifft man sie zusammen mit den KDE-Paketen an.

Liegen die Dateien auf der Festplatte vor, kann es ans Einspielen gehen. Das dabei in Frage kommende Verfahren hängt von der Endung bzw. vom Paketformat Ihrer Distribution: RPM bei SuSE, Red Hat und Mandrake, DEB bei Debian.

RPM-Pakete

Sofern Sie unter einer alternativen grafischen Oberfläche, wie z. B. GNOME arbeiten, können Sie die dortigen oder distributionseigenen Paketmanager verwenden (z. B. GnoRPM). Alternativ -- und von uns empfohlen -- geht es über die Kommandozeile. Sofern Sie unter einer grafischen Oberfläche arbeiten, öffnen Sie zunächst noch ein Terminal-Fenster. Wie bereits angesprochen, verlangen einige Distributionen das Einspielen neuerer Systempakete, bevor KDE selbst aktualisiert werden kann. Sofern Sie die entsprechenden Dateien vorliegen haben, genügt hier ein

rpm -Uvh lib*.rpm

Der nächste Schritt ist für alle RPM-basierten Distributionen einheitlich. Um die neue KDE-Version zu installieren, geben Sie folgende Befehle ein:

rpm -Uvh qt3-*.rpm
rpm -Uvh arts-*.rpm
rpm -Uvh kdelibs3-*.rpm
rpm -Uvh kdebase3-*.rpm

Beachten Sie hierbei genau die Reihenfolge. Jeder Befehl muss mit der Eingabetaste abgeschlossen werden. Sofern die Pakete nicht in Ihrem Heimatverzeichnis liegen, müssen Sie dem Dateinamen noch den entsprechenden Pfad voranstellen.

Nun können Sie alle weiteren Pakete installieren:

rpm -Uvh <paketname>.rpm

Ersetzen Sie dabei <paketname> durch den Dateinamen des entsprechenden Pakets. Rufen Sie unter SuSE Linux abschließend noch den Befehl SuSEconfig auf.

Abb. 4: Ob das Update geklappt hat, erkennen Sie an der Versionsmeldung des KDE-Kontrollzentrums -- hier wurde auf KDE 3.1.4 umgestellt

Fehlerfall

Falls Sie Fehlermeldungen erhalten, die nach weiteren Paketen verlangen, sollten Sie diese Abhängigkeiten unbedingt vor jeglichen weiteren Schritten auflösen. Für Basispakete, die nicht vom KDE-Projekt bereitgestellt werden, geschieht dies in der Regel über das entsprechende Programm Ihrer Distribution (z. B. YaST 2 unter SuSE Linux). Werden neuere Versionen der Basispakete gefordert, als auf den Distributions-Medien vorhanden sind, gilt der erste Blick den Support- oder Update-Seiten Ihres Distributors. Unter SuSE Linux übernimmt das Programm YOU (YaST Online Update) diese Aufgabe für Sie.

Abb. 5: Das Programm YOU bringt Ihr SuSE-Linux-System einfach und schnell auf den neuesten Stand -- für ein neues KDE ist es aber nicht zuständig

Werden Sie auf der Suche nach den verlangten Paketen bei Ihrem Distributor oder auf den KDE-Download-Seiten [4] nicht fündig, bieten sich als letzte Anlaufstelle die spezialisierten Suchmaschinen rpmseek.net und rpmfind.net an. Liegen alle Pakete vor, erfolgt die Installation analog zum Einspielen der KDE-Anwendungen mit dem Befehl rpm -Uvh <paketname>.rpm.

Durch das Anhängen von --force --nodeps an die jeweiligen Befehle können Sie alle Abhängigkeits- und Konfliktprüfungen unterdrücken. In einigen Fällen kann dies zwar notwendig sein, ist aber generell mit Vorsicht zu genießen -- schließlich werden die Dateien ohne Rücksicht auf Verluste in das System eingespielt.

Debian Linux

Unter Debian Linux führen Sie Updates bequem per apt-get durch. Leider ist diese automatisierte Prozedur nicht ganz unproblematisch, wie Forumsbeiträge und eigene Erfahrungen beweisen. Gerade auf installierten Knoppix-Systemen wird die bestehende KDE-Installation gerne einmal komplett zerschossen. Deshalb raten wir auf Debian oder Debian-basierten Systemen dringend zu einem vorherigen Backup aller Daten.

Fügen Sie der Datei sources.list im Verzeichnis /etc/apt folgende Zeile hinzu:

deb http://download.kde.org/stable/3.1.4/Debian stable main

Die Versionsnummer 3.1.4 ist dabei gegen die gewünschte KDE-Version auszutauschen. Ein anschließendes

apt-get update

in einem Terminal-Fenster oder auf der Kommandozeile bringt die interne Paketdatenbank wieder auf den neuesten Stand.

apt-get install arts kdelibs kdebase

spielt schließlich das KDE-Grundsystem auf Ihren Rechner. Weitere Pakete ergänzen Sie anschließend mit

apt-get <paketname>

Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist eine bestehende Internet-Verbindung. Haben Sie die Dateien bereits auf Ihrem Rechner oder einem Datenträger, ersetzen Sie die Internet-Adresse im hinzugefügten Eintrag der Datei sources.list durch den entsprechenden absoluten Pfad. Stellen Sie diesem anschließend noch ein file: voran.

Bei Problemen kann es helfen, zunächst das installierte KDE-System komplett zu entfernen. Mit

apt-get --purge remove kdelibs4 libarts1

erledigen Sie dies. Hilft auch das nicht, können Sie die Pakete direkt mit dpkg einspielen:

dpkg -i <paketname>.deb

Beachten Sie auch hier die korrekte Paket-Reihenfolge.

tar-Archive

Das gezippte Tarball-Format (Endung .tar.gz) sollten Sie nur nutzen, wenn für Ihre Distribution keine Pakete bereitstehen. Da keine Versions- und Abhängigkeitsprüfungen durchgeführt werden, müssen Sie selbst sicherstellen, dass alle von KDE benötigten Bibliotheken und Programme in den korrekten Versionen installiert sind. Ebenfalls manuell muss die anschließende Konfiguration geschehen (siehe Kasten 3, Umgebungsvariablen).

Achten Sie beim Download darauf, dass Sie die Binärpakete gewählt haben -- die erkennen Sie an der Zeichenfolge bin im Dateinamen. Der Quellcode kommt im gleichen Paketformat und trägt zur Unterscheidung die Zeichenfolge src (siehe Kasten 2, aus den Quellen).

Wechseln Sie auf der Kommandozeile zunächst per cd / in das Wurzelverzeichnis. Entpacken Sie dort die Pakete nacheinander per

tar xvfz <paketname>

Hierbei ersetzen Sie <paketname> durch den entsprechenden Dateinamen, dem Sie noch den Pfad zu den Paketen voranstellen müssen. KDE wird auf diese Weise im Verzeichnis /opt/kde3 abgelegt.

Mehr Hilfe

Bei Problemen gibt es gleich eine ganze Batterie von Anlaufstellen, die Unterstützung anbieten. Zum einen wäre da die KDE-Homepage, die in der Dokumentationssektion viele Hinweise zur Installation bereithält. Weiterhin gibt es eine Mailing-Liste und ein Forum [8], das sogar ein deutsches Pendant hat [9]. Darüber hinaus bieten auch die einzelnen Distributoren auf ihren Internet-Seiten Hinweise, Lösungen und die Möglichkeit eines Gedankenaustauschs in Foren. (hge)

Kasten 1: Bestandteile
Zwingend erforderlich sind folgende Pakete:
arts Sound-Server, der buchstäblich für den guten Ton sorgt
kde-i18n Sprachdateien, dank derer KDE in der entsprechenden Landessprache spricht
kdebase Das lebenswichtige Basispaket mit den Kernanwendungen
kdelibs Basisbibliotheken, die von den KDE-Anwendungen benutzt werden
Optional:
kdeaddons Verschiedene Plugins für einige KDE-Programme
kdeadmin Programme zur Systemadministration
kdeartwork Zusätzliche Desktop-Symbole, Klänge und Grafiken
kdebindings Anschluss an verschiedene Programmiersprachen, wie Java oder Python
kdeedu Verschiedene Lernprogramme
kdevelop Die Programmier- und Entwicklungsumgebung KDevelop
kdegames Verschiedene kleine Spiele
kdegraphics Grafikprogramme
kdemultimedia Alles rund um Multimedia, wie z. B. der CD-Spieler oder der Mixer
kdenetwork Netzwerkprogramme, z. B. KMail
kdepim Alles für das Personal Information Management (PIM)
kdesdk Dieses Paket wird benötigt, wenn man eigene Programme für KDE entwickeln möchte
kdetoys Relativ nutzloses, aber lustiges Spielzeug
kdeutils Weitere Werkzeuge, wie der Taschenrechner und zusätzliche Texteditoren
quanta HTML-Editor

Kasten 2: Aus den Quellen

Das Erstellen eines KDE-Systems aus den Quelltexten ist etwas komplizierter und benötigt wesentlich mehr Zeit (bis zu über 30 Stunden). Möchten Sie dennoch diesen Weg einschlagen, sollten Sie in jedem Fall zunächst die Anleitung unter [6] lesen. Sie enthält die jeweils aktuellen Schritte, die zum Kompilieren notwendig sind.

Zu Beginn müssen Sie sicherstellen, dass alle Abhängigkeiten aufgelöst sind. Unter [7] findet sich eine Liste mit allen zur Kompilierung benötigten Paketen. Beachten Sie, dass einige Distributionen diese Pakete noch einmal aufteilen: So müssen z. B. unter SuSE Linux das Paket zlib und das nicht standardmäßig eingespielte zlib-devel installiert sein.

Weiterhin sollten Sie ausschließlich Quellcode-Pakete ein- und derselben KDE-Version verwenden. Ein Durcheinander könnte ebensolche Konsequenzen in Ihrem System hervorrufen.

Entpacken Sie die heruntergeladenen Archive per

tar jxvf <paketname>.tar.bz2

Wechseln Sie mit cd <paketname> in das Unterverzeichnis des Pakets. Die im Artikel angegebene Paketreihenfolge muss auch hier eingehalten werden.

./configure

konfiguriert das Paket und bereitet es für den Compiler-Lauf vor. Gleichzeitig werden fehlende Dateien oder Pakete ausgemacht. Standardmäßig wird KDE im Verzeichnis /usr/local/kde/ abgelegt. Wenn Sie einen anderen Ordner nutzen möchten, rufen Sie configure mit der --prefix-Option auf. Einige Pakete bieten spezielle Konfigurationsoptionen, die Sie per ./configure --help anzeigen lassen.

Wurden keine Fehler ausgegeben, kann der Compile-Vorgang m

make

angestoßen werden.

make install

spielt das Paket danach in das System ein.

Etwas einfacher geht es mit dem kleinen Werkzeug Konstruct, dass alle Kompilierschritte zusammenfasst [5].

Kasten 3: Umgebungsvariablen

KDE benötigt zum Auffinden seiner Komponenten einige gesetzte Umgebungsvariablen. Beim Einspielen der Pakete braucht man sich normalerweise nicht darum zu kümmern -- trotzdem kann es in einigen Situationen recht nützlich sein, diese Informationen zu kennen.

Am wichtigsten ist die Aufnahme des KDE-Programmverzeichnisses bin (wie z. B. /opt/kde3/bin) in die schon vorhandende Variable PATH. Weiterhin muss KDEDIR auf das KDE-Installationsverzeichnis zeigen (im Beispiel /opt/kde3). In einigen seltenen Fällen findet KDE seine Bibliotheken nicht. Dann muss noch der Variablen LD_LIBRARY_PATH das KDE-Bibliotheksverzeichnis lib (im Beispiel /opt/kde3/lib) hinzugefügt werden. Wo und wie diese Variablen definiert werden, variiert unter der Distributionen.

Der Fenstermanager wird über das Skript startkde gestartet -- Voraussetzung ist ein bereits laufendes X Window System. Um KDE automatisch nach dem Hochfahren des Systems zu starten, sollten Sie immer dem Konfigurationsprogramm Ihrer Distribution den Vorzug geben. Nur wenn dort die Umstellung auf einen anderen Fenstermanager bzw. einen anderen Desktop nicht möglich ist, öffnen Sie die Datei .xinitrc in Ihrem Home-Verzeichnis und tauschen die dort vorhandenen Anweisungen gegen startkde aus. Kandidaten sind alle Zeilen, die auf den Start eines Fenstermanagers ("Window manager") hinweisen. Gleiches wiederholen Sie für die Datei .xsession. Falls eine der Dateien nicht existiert, legen Sie sie mit einem Text-Editor an und tragen als erste Zeile startkde ein. Einige Systeme, darunter Red Hat Linux, verwenden die Datei .Xclients.

Infos

[1] KDE-Projekt: http://www.kde.org
[2] KDE auf Deutsch: http://www.kde.de
[3] Updates für SuSE Linux: http://www.suse.de/de/private/download/linuks/index.html
[4] Download der aktuellen KDE-Versionen: ftp://ftp.kde.org/pub/kde/stable/
[5] Konstruct: http://developer.kde.org/build/konstruct/
[6] Informationen zum Kompilieren: http://developer.kde.org/build/compile_kde3_1.html
[7] Voraussetzungen für ein Kompilieren: http://www.kde.org/info/requirements/3.1.php
[8] Englischsprachiges KDE-Forum: http://kde-forum.org/
[9] Deutschsprachiges KDE-Forum: http://www.kde-forum.de/
[10] Zwei KDE-Versionen auf einem Rechner: http://developer.kde.org/build/build2ver.html

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.




Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2010 Linux New Media AG

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [EasyLinux] [Linux-Community] [Ubuntu User] [Linux Technical Review] [Linux Magazine] [Linux Pro Magazine] [Ubuntu User]
[EasyLinux Poland] [Linux Magazine Poland] [Linux Magazine Brasil] [EasyLinux Brasil] [Linux Magazine Spain]