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Das System mit yum auf dem aktuellen Stand haltenImmer auf dem Laufendenvon Roman Jordan |
Das Programm yum (Yellowdog Updater, Modified) kümmert sich auf modernen Fedora-Systemen um Updates und Paketverwaltung. Verglichen mit RPM überprüft yum Programmabhängigkeiten besser und löst sie falls möglich auf. Abbildung 1 zeigt das am Beispiel des Pakets x11-org.
Yum wurde von einer Gruppe Linux-Begeisterter der Duke-Universität entwickelt [1]. Bei Fedora Linux ist das Programm in der Distribution enthalten, für ältere Distributionen liegen unter [2] entsprechende RPMs bereit.
Folgende Liste zeigt kurz die wichtigsten Eigenschaften von yum:
Yum benötigt eine Datenquelle im lokalen Netz oder im Internet, prinzipiell funktioniert aber auch der lokale Rechner dafür. Ohne Modifikation der Konfigurationsdatei /etc/yum.conf verwendet das Programm die voreingestellten amerikanischen Server. Eine Liste internationaler Server ist unter [3] zu finden. Die Angabe der Server erfolgt hinter dem Eintrag baseurl. Ob HTTP- oder FTP-Server spielt keine große Rolle, im Zweifelsfall funktioniert bei Firewalls HTTP besser. Für den deutschen Server ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/fedora-core/ sehen die Einträge so aus wie in Listing 1, einer für die Basispakete, einer für die Updates. Die mit dem Dollarzeichen gekennzeichneten Variablen ersetzt Yum bei der Ausführung selbst durch die passenden Werte.
| Listing 1: Ausschnitt aus yum.conf |
[base] name=Fedora Core $releasever - $basearch - Base baseurl=ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/fedora-core/$releasever/$basearch/os/ [updates-released] name=Fedora Core $releasever - $basearch - Released Updates baseurl=ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/fedora-core/updates/$releasever/$basearch/ |
Es ist ratsam, einen Spiegelserver aus der näheren Umgebung zu wählen, denn damit geht der Download im Allgemeinen schneller.
Wie erwähnt dient yum vor allem zum Update installierter Software Da liegt die Frage nahe, ob es für diese Programme bereits Updates gibt. Antwort darauf gibt das Kommando yum check-update, siehe Abbildung 2.
Je nach Internetverbindung kann es mehrere Minuten dauern, bis die notwendigen Header-Dateien heruntergeladen wurden, die Yum lokal speichert. Dabei handelt es sich nur um Informationen über die Pakete und nicht die Pakete selbst. Eine Liste aller vorhandenen Pakete zeigt der Befehl yum list. Das tatsächliche Update der Programme startet yum update.
Abhängig von den auf Ihrem System installierten Paketen lädt das Tool mehrere hundert MByte aus dem Internet. Eine DSL-Verbindung (idealerweise mit Flatrate) ist deshalb praktisch. Für eine Tasse Kaffee oder gar eine Kanne ist genug Zeit, zumindest beim ersten Update. Erfolgt das Update eines laufenden Dienstes (beispielsweise SSH), wird dieser von Yum angehalten, aktualisiert und wieder gestartet.
Wie am Beispiel von x11-org gezeigt, lassen sich auch gezielt einzelne Pakete aktualisieren. Je länger ein System nicht aktualisiert wurde, desto mehr Daten muss Yum herunterladen. Es bietet sich deshalb an, daraus einen Dienst zu machen, der im Hintergrund läuft und seinen Job nachts erledigt. Fedora bringt einen solchen Dienst schon mit, den Sie folgendermaßen starten:
service yum start
Soll der Dienst beim Hochfahren des Systems gestartet werden, hilft folgendes Kommando:
chkconfig yum on
Der Start des Dienstes, sowohl für die aktuelle Sitzung als auch beim Systemstart, kann auch per grafischer Setup-Programme erledigt werden.
Tabelle 1 zeigt einige nützliche Optionen, die beinahe alle weiter Parameter unterstützen. Ein Blick in die man-Seiten ist daher für Detailwissen hilfreich. Bei der Angabe von Paketnamen sind Sternchen als Platzhalter erlaubt. So werden mit:
yum upgrade X11*
alle Pakete aktualisiert, die mit X11 beginnen. Die Abhängigkeiten berücksichtigt Yum dabei natürlich genauso.
| Tabelle 1: yum - Nützliche Optionen | |
| yum info up2date | Zeigt eine kurze Beschreibung und Informationen zum Programm up2date an. Die Ausgabe des Kommandos zeigt Abbildung 4. |
| yum remove xemacs | Entfernt das Programmpaket xemacs, sowie einige zugehörige Programme (siehe Abbildung 5). |
| yum list | Zeigt Informationen zu den verfügbaren Paketen an. |
| yum search nmap gui | Sucht in den verfügbaren Paketen nach den angegebenen Strings (hier nmap und gui). Auf diese Weise suchen Sie nach Paketen, deren genauen Namen sie nicht kennen. |
| yum clean all | Löscht alle Informationen aus dem Cache Verzeichnis von yum. |
| yum update yum | Führt, falls verfügbar, ein Update des Paketes yum aus. |
| Listing 2: yum.conf für Multimedia-Pakete |
[mirrors-stable] name=mirrors.org Fedora Compatible Packages (stable) baseurl=http://mirrors.kernel.org/fedora.us/fedora/fedora/$releasever/$basearch/RPMS.stable [livna-stable] name=Livna.org Fedora Compatible Packages (stable) baseurl= http://rpm.livna.org/fedora/$releasever/$basearch/yum/stable gpgcheck=1 |
Nach dem Speichern der Konfigurationsdatei installieren Sie die Programme.
yum install mplayer yum install xine
Tipp: Um zu erfahren, welche Software-Pakete auf dem jeweiligen Repository zur Verfügung stehen, ist ein Browser praktisch. Die Variable $releasever ersetzen Sie bei der URL durch eine 2 und $basearch durch i386 (siehe Abbildung 6).
Während der Testphase kam es mitunter zu einigen Fehlern. Wie sich diese äußerten und wie sie beseitigt werden, ist in Kasten 1 zu finden.
| Kasten 1: Aufgetretene Fehler. |
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Im Testverlauf kam es einmal vor, dass yum stehenblieb. Je nachdem, wo sich das
Programm gerade befindet, brechen Sie es mit [Strg-C] oder killall -7 yum ab.
Nach dem Abbruch mit killall -7 löscht rm /var/run/yum.pid die PID-Datei,
in die das Programm seine Prozessnummer geschrieben hat.
Beim Herunterladen der Header brach Yum gelegentlich mit einer Fehlermeldung ab. Hier half stets ein Neustart des ausgeführten Yum-Kommandos. |
| Links |
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[1] Homepage des Projekts yum:
http://linux.duke.edu/projects/yum
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| Der Autor |
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Roman Jordan beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Thema Linux und wird in absehbarer Zeit auch nicht damit aufhören. Als Linux-Distribution verwendet er Red Hat bzw. Fedora Linux. |