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Thomas Leichtenstern
| README |
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GParted erstellt und modifiziert Partitionen aller gängigen Dateisysteme, darunter auch Ext2/3, ReiserFS und NTFS. |
Vorhandenen Partitionen zum manipulieren ist ein heikles Geschäft. GParted leistet in dieser Hinsicht einen soliden Job. Dennoch lassen sich Fehler nicht vollkommen ausschließen. Sichern Sie deshalb vor allen Aktionen an einem Rechner mit bestehenden Partitionen wichtige Daten auf ein externes Laufwerk oder ein anderes Medium. Das bewahrt Sie vor unangenehmen Folgen im Fall der Fälle.
Im Bootscreen der Heft-DVD finden Sie einen entsprechenden Eintrag für das GParted-System, das sich parallel auf dem Datenträger befindet. Alternativ steht Ihnen mit der Heft-CD ein zweiter Datenträger zu Verfügung, auf dem neben dem Open-SBS-Server (siehe Artikel ab Seite 14) ebenfalls GParted integriert ist.
Den Hauptbestandteil der gerade einmal 30 MByte großen Live-CD GParted 0.3.1 bildet das gleichnamige Werkzeug (Abbildung ((1))), das die Distribution automatisch beim Booten lädt. Es erlaubt das einfache Partitionieren von Festplatten, auch im RAID-Verbund. Der Kernel der Distribution enthält unter anderem eine Unterstützung für SATA-Laufwerke.
GParted versteht sich auf viele gängige Dateisysteme, wie Ext2/3, ReiserFS oder NTFS. Es eignet, um Partitionen zu erstellen, deren Größe zu ändern oder sie zu verschieben. Ähnlich wie beim bekannten kommerziellen Tool Partition Magic geschieht dies entweder über die Eingabe der neuen Größe oder einen Schieberegler. Als Desktop dient der schlanke Windowmanager Fluxbox, der neben dem Hauptprogramm noch mit einigen weiteren Tools, wie einem Dateibrowser aufwartet.
Nach dem Startbildschirm, der keinerlei Eingaben erfordert, erscheint ein Auswahlfenster, in dem Sie festlegen, welche Kernelmodule das System lädt. In den meisten Fällen reicht es aus, den Punkt Skip extra boot options zu wählen. Verwenden Sie SATA-Platten, wählen Sie den Punkt SCSI/SATA aus. Im folgenden Fenster stellen Sie die Sprache ein, danach das Keyboard-Layout. Scrollen Sie in diesem Fenster mit [Bild ab] bis zum Ende der Liste und wählen Sie den Eintrag qwertz/de-latin1-nodeadkeys.map.
In seltenen Fällen kommt es vor, dass der Bildschirm nach dem Bootvorgang schwarz bleibt, weil die Distribution keinen passenden Grafikkartentreiber findet. Starten Sie in diesem Fall den Rechner neu, und wählen Sie im Fenster GParted LiveCD/USB Extra Boot Options den Eintrag Manual video card und im Anschluss Done. Aus der Auswahlliste nehmen Sie den ersten Eintrag, Vesa, danach als Display Depth die 8 oder 16 und eine Auflösung (XRES) von 800x600. Das entspricht einem Modus, den praktisch alle Rechner unterstützen.
Das nach dem Hochfahren automatisch startende Programm GParted zeigt im Hauptfenster die erste Festplatte, in der Regel /dev/hda. Andere an das System angeschlossene Platten erreichen Sie mit einem Klick auf das Festplattensymbol in der oberen rechten Ecke.
Zum Ändern der Größe klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Partition und wählen aus dem Kontextmenü den Eintrag Resize/Move. Durch das Verschieben des Balkens oder durch die Eingabe der neuen Partitionsgröße verkleinern oder vergrößern Sie das gewählte Dateisystem. Beenden Sie die Eingabe mit einem Klick auf den Button Größe ändern.
Im Anschluss erscheint im Übersichtsbalken der neue, freie Speicherplatz als weißes Quadrat. Klicken Sie dieses mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Neu. Je nachdem, ob Sie aus dem freien Platz eine primäre oder (falls noch nicht vorhanden) eine erweiterte Partition erstellen möchten, wählen Sie im Fenster Partition erstellen den Eintrag Primäre Partition oder Erweiterte Partition. Für eine primäre Partition aktiveren Sie aus dem Eintrag Dateisysteme: das gewünschte Dateisystem. Bei einer erweiterten Partition wählen Sie unter Erstellen als: den Eintrag Logische Partition.
Nach Abschluss aller Anpassungen übernehmen Sie die Einstellungen mit einem Klick auf den Button Anwenden in der Symbolleiste des Programms. Erst dann führt GParted die bis zu diesem Zeitpunkt nur vorgemerkten Änderungen auf der Platte auch tatsächlich aus. (agr/jlu)
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