Titel: LU 02/2001 - Neue Programme
Pfad: https://www.linux-user.de/ausgabe/2001/02/007-software/software-02.html


Neues auf dem Linux-Software-Markt

Frische Ware

von Andreas Huchler

Steuererklärung mit T@x2001

Die deutsche Firma Buhl Data Service GmbH bietet nun auch eine Linux-Variante ihres Steuererklärungsprogramms T@x2001 ein. Für 49,90 DM erhalten Linux-Anwender alles, was man benötigt, um die lästige Steuererklärung für das vergangene Jahr 2000 hinter sich zu bringen. Damit der Nicht-Profi seine elektronischen Steuerbescheids-Formulare auch richtig ausfüllt, steht T@x2001 mit Rat (z. B. Experten-Tipps, Musterschreiben) und Tat (z. B. Filter, Plausibilitätskontrollen) zur Seite. Darüber hinaus bietet das Programm aber auch nützliche Zusatz-Tools wie Fahrtenbuch, Notizfunktion und Taschenrechner. Mit T@x2000 erstellte und ausgedruckte Steuererklärungen werden vom Finanzamt anerkannt. Möglich ist aber auch gleich die "Elektronische Steuererklärung mit Bescheidrückübermittlung" (ELSTER). Importiert werden können übrigens Finanz-Daten die in den in der Windows-Welt verbreiteten Formaten t@x2000, WISO-HomeBanking, MS-Money oder Quicken abgespeichert wurden. Interessenten können T@x2001 für Linux hier bestellen: http://www.buhl.de/produkte/tax/linux/

StarOffice 5.2 Product Patch

Sun hat seine kostenlos erhältliche Office-Suite StarOffice 5.2 einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Mit Hilfe des aktuellen Product-Patches lassen sich mehr als 50 Programmfehler (Bugs) beheben, die in den Monaten seit Erscheinen von StarOffice 5.2 bekanntgeworden sind. Wenn Sie StarOffice 5.2 häufig benutzen und unter Stabilitätsproblemen leiden, dann empfiehlt sich das Aufspielen dieses Patches. Leider konnten wir das ca. 29 MB große Patch-Paket aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mit auf unsere Heft-CD packen. Sie finden es aber durch Eingabe von 109939-02 im Suchformular unter http://sunsolve.sun.com/pub-cgi/show.pl?target=patches/patch-access

Windows-95/98-Runtime-Umgebung Win4Lin 2.0

Wir haben Ihnen die erste Version von Win4Lin vor einigen Monaten in unserer Ausgabe zur Windows-Emulation (Heft 10/2000) bereits vorgestellt. Win4Lin ist vergleichbar mit der PC-Emulations-Software VMWare, beschränkt sich aber darauf, eine möglichst optimale PC-Emulation für die in der Desktop-Welt (noch) dominierenden Betriebssysteme Windows 95/98 zu erreichen. Dadurch werden native Windows-Anwendungen wie z. B. Microsoft Office, Adobe Photoshop oder Intuit Quicken unter Linux deutlich schneller. Die neue Version 2.0 des Windows-Emulators von NeTraverse unterstützt nun auch die europäischen Sprachen für an die nationalen Besonderheiten angepasste Versionen von Windows 95/98, Sound-Ausgabe und den Betrieb von Win4Lin in Multiprozessorsystemen (SMP). Das Win4Lin 2.0 Desktop CD-Box-Set ist für 89.95 US-$ erhältlich. Wer sich mangels Linux-Alternativen bisher von bestimmten Windows-Anwendungen noch nicht trennen kann, jedoch keine Lust mehr auf lästige Reboots hat, der sollte sich zur Probe mal die Evaluations-Version von Win4Lin besorgen. Zur dauerhaften Freischaltung benötigen Sie dann nur noch den gegenüber dem Box-Set um 30 US-$ günstigeren Lizenzschlüssel. http://www.netraverse.com/

XiGraphics Accelerated X-Server 6.0

Neben dem freien X-Server-Projekt XFree86 gibt es in der Linux-/Unix-Welt bekanntermaßen auch kommerzielle X-Server. XiGraphics bietet beispielsweise einen solchen an. Im Dezember hat das Unternehmen eine neue Version seiner 2D Accelerated X-Display-Server in den drei Varianten Desktop (125 US-$), Laptop (190 US-$) und Multihead (250 US-$) angekündigt. Das Angebot richtet sich vor allem an den (semi-)professionellen Desktop-Anwender, der seine 2D-Performance gegenüber der freien X-Server-Variante deutlich erhöhen möchte oder auf einige der erweiterterten Features (z. B. Touchscreen- oder Digital-Flat-Panel-Support oder die Unterstützung besonderer Eingabegeräte) Wert legt. Übrigens bietet das Unternehmen seit ca. einem Jahr auch einen speziellen 3D-beschleunigten X-Server für Linux an. Gerade für Spieler-Naturen und professionelle Anwender von 3D-intensiven Grafikanwendungen könnte sich ein Blick auf die Homepage also lohnen. http://www.xig.com/

Web-Browser Mozilla 0.6 und Beonex 0.6

Nachdem vor kurzem die Final-Release von Netscape 6 erschienen ist, weht wieder ein frischer Wind im plattformübergreifenden Browser-Markt. Mozilla, der wie sein kommerzieller Halbbruder Netscape 6 u. a. auf der vielversprechenden Gecko-Engine basiert, ist nun ebenfalls in einer neuen Version erhältlich. Bisher bringt Mozilla neben dem eigentlichen Web-Browser nur wenige Zusatzkomponenten mit (z. B.ChatZilla IRC Client), ist dafür aber auch deutlich kleiner. Sie finden die aktuellste Version auf unserer Heft-CD. Als nahezu vollwertige Alternative zu Netscape 6 bietet sich seit kurzem Beonex an. Diese integrierte Internet-Client-Software-Suite kann mit dem Funktionsumfang von Netscape 6 relativ gut mithalten und strebt mittelfristig wie Mozilla an, möglichst viele Teilkomponenten unter eine echte Open-Source-Lizenz stellen zu können. Hier ein paar Appetithäppchen: Beonex will seinen Benutzern ein höheres Sicherheits-/Privatheits-Niveau als andere kommerziell ausgerichtete Browser garantieren. In Arbeit sind außerdem die volle Integration der XML-/XSL-Transformationssprache XSLT und der Auszeichnungssprache für formale Symbole MathML. http://www.mozilla.org http://www.beonex.de

ISDN-Karte speedfax+ PCI mit SuSE 7.0 gebundelt

Wenn Sie auf der Suche nach einer guten ISDN-Karte für Linux sind, die sich auch für den professionellen Fax- und Modembetrieb eignet, und zudem mit dem Gedanken spielen, auf die neue SuSE 7.0 Professional "upzugraden", dann könnte das neueste Bundle der Sedlbauer AG für Sie interessant sein. Die süddeutsche Firma bietet seit einigen Monaten mit der "speedfax+ PCI" eine semi-aktive PCI-ISDN-Karte (Einzelpreis: 249 DM) an, die bisher ausschließlich für den Betrieb unter Linux ausgelegt ist und auch für reine Desktop-Nutzer ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Für 299 DM erhält man die "speedfax+ PCI" neuerdings im Bundle mit der SuSE Linux 7.0 Professional (Einzelpreis: 129 DM). Käufer des bisherigen Bundles (mit SuSE 7.0 Personal) haben übrigens auf Anfrage die Möglichkeit, ihre SuSE-Personal-Version ohne Aufpreis gegen SuSE 7.0 Professional umtauschen zu lassen, wenn sie mit der "speedwin+ PCI" auch den nur in der Professional-Variante enthaltenen Hylafax-Server benutzen möchten. In Arbeit sind momentan auch spezielle "Treiber" für weitere Linux-Distributionen. http://www.sedlbauer.de/deutsch/kommunikation/bundles.htm

IDEs KDevelop 1.3 und KDE Studio 2.0

Mitte Dezember hat das KDevelop-Team die neue Version ihrer Integrierten C/C++-Entwicklungsumgebung veröffentlicht. KDevelop 1.3 (GPL) eignet sich zum schnellen Entwickeln (RAD) von "nativen" KDE2-Applikationen. Neben der Integration von KBabel (KDE-Internationalisierung) bringt die neue IDE dank einer Kooperation mit Trolltech eine direkte Unterstützung für die neuen Entwicklungs-Tools Qt Designer und Qt Linguistmit. Weiterhin hilft der neue Project-File-Generator dabei, dass bewährter Programm-Code auf einfache Weise wiederverwendet werden kann. KDevelop 1.3 basiert zwar weiterhin auf KDE-1.1.2-Code, das KDevelop-Team hat aber eine vorkompilierte Binär-Version erstellt, die es auch denjenigen KDE2-Programmierern erlaubt, mit KDevelop 1.3 zu entwickeln, deren Systeme nicht (mehr) in der Lage sind, KDE-1.1.2-Anwendungen zu übersetzen. Auch die ansonsten eher kommerziell ausgerichtete KDE-Software-Schmiede theKompany.com hat im Dezember eine neue Major-Release ihrer (ebenfalls unter der GPL stehenden) IDE namens KDE Studio herausgebracht. Im Gegensatz zu KDevelop ist KDE Studio aber bereits eine native KDE2-Anwendung. Das Studio glänzt außerdem durch seine z. T. sehr mächtigen Plugins (z. B. FunctionParameter). Sie finden sowohl KDevelop 1.3 als auch KDE Studio 2.0 auf unserer Heft-CD. Weitere Infos erhalten Sie auch unter http://www.kdevelop.org http://www.thekompany.com/projects/kdestudio/

icepack linux 1.0

Mit icepack linux gibt es seit ca. einem Jahr eine weitere deutsche Linux-Distribution. Bislang konnte man sich die junge und innovative Distribution nur direkt im Internet herunterladen. Im Januar 2001 soll nun endlich eine erste Verkaufsversion mit Handbüchern und Support erhältlich sein. icepack linux richtet sich in erster Linie an den linux-unerfahrenen Heimanwender und soll für unter 50 DM erhältlich sein. Interessenten können sich auf der Website auch vormerken lassen. http://www.icepack-linux.de (ahu)

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